Lag das Obst mal wieder zu lange rum? Das könnt ihr alles noch damit machen

Gestern hab ich mich beim Blick in die Obstschale etwas erschrocken. Die Bananen und Mandarinen haben definitiv die beste Zeit hinter sich. Dass die Bananen nicht mehr wirklich genießbar sind, hab ich gemerkt, als meine Tochter verweigert hat sie zu essen, obwohl sie bei Bananen eigentlich nicht zu stoppen ist. Ich wollte das Obst nicht wegwerfen und habe mir überlegt, was ich noch damit machen kann, wenn roh essen eben nicht mehr so lecker ist. Bananen habe ich schon öfter zu Milchshakes verarbeitet. Das schmeckt immer super und je reifer sie sind, desto besser schmeckt es meiner Meinung nach. Also einfach Banane und Milch in den Mixer und fertig. Ich verzichte dabei komplett auf Zucker. Mir ist es so süß genug, wenn ich etwa eine Banane auf 250ml Milch verwende.

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Was aber tun mit den Mandarinen? Ich habe bei Instagram nachgefragt und super Tipps bekommen. Wie wäre es mit Babybrei, Kuchen, Trockenobst oder warum nicht auch mal ein Mandarinenshake? So viele Mandarinen, um alles auszuprobieren hatte ich dann gar nicht. Spontan habe ich mich für den Kuchen entschieden. Da ich sofort loslegen wollte, hab ich alle möglichen Zutaten zusammengesucht, die wir zu Hause hatten.

Das war meine Ausbeute:

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Einfach und schnell sollte es auch noch gehen, also habe ich einfach alles zusammen in den Mixer geschmissen.

  • 1 Banane
  • 3 Mandarinen
  • 1 EL Chia und Leinsamen gemixt
  • ca. 120 ml Milch (erst 80 ml und nachher beim Mixen auf gewünschte Konsistenz gebracht)
  • 1 EL Kokosöl
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3 EL Kokosblütenzucker
  • 5 EL Dinkel-Getreidebrei
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 110 g Mehl
  • Eine Prise Salz

Und so sah der Teig dann aus:

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Für ca. 40 Minuten bei 180 Grad ab in den Ofen und tadaaa….fertig ist der Kuchen. Geschmeckt hat er auch noch ganz wunderbar.

Auf ein Topping habe ich verzichtet, da wir heute Schwimmen gehen und ich mir überlegt habe den Kuchen als Snack mitzunehmen.

Habt ihr noch mehr Ideen, was man aus überreifem Obst machen kann?

Apfelmus forever

Na, ein bisschen übertrieben habe ich schon bei dieser Überschrift. Meine Eltern haben Äpfel aus dem alten Land mitgebracht und in der Familie verteilt. Da unsere Tochter noch Probleme hat Äpfel roh zu essen (Sie hat einfach noch zu wenige Zähne), habe ich sie gedünstet, um sie haltbar zu machen. Es ist wirklich so viel zusammengekommen, dass es wahrscheinlich reicht bis genügend Zähne da sind und wir keinen Apfelbrei mehr machen müssen. Die Arbeit hat sich also gelohnt. Eigentlich wollte ich das Apfelmus in Weckgläsern einkochen, aber das war mir dann doch zu kompliziert bzw. habe ich nur Anleitungen gefunden, bei denen man die Gläser in ein Wasserbad im Ofen stellen muss. Ich hätte aber gar kein Behältnis gehabt, das groß genug gewesen wäre. Leider hatte ich auch nicht genügend Marmeladengläser, um das Apfelmus darin haltbar zu machen. Also habe ich mich dazu entschlossen die Gläser einzufrieren. Für die nächsten Tage kommt ein Vorrat in den Kühlschrank und der Rest ins Eisfach.

Habt ihr Erfahrung mit Einkochen ohne Einkochautomat? Da wir selber keinen Garten haben und demnach auch nicht regelmäßig Essen einkochen, würde sich die Anschaffung wohl nicht lohnen. Außerdem möchte ich nicht noch ein Gerät rumstehen haben.

Die Äpfel hatten ein wunderbares rot und da wir die Schalen gerne mitessen, sind sie auch in das Mus gekommen. Beim Abkühlen ist es orange geworden, so dass es fast nach Möhrengemüse aussieht. Geschmacklich ist es auch ohne Zucker echt top. Unsere Tochter und auch wir selber, essen es sehr gerne.

Wenn ihr also mal einen verlassenen Apfelbaum seht, sammelt alles ein und macht einfach Apfelmus daraus.

Raffaello Schnaps Pralinen und eine vegane Alternative

Ich habe mich immer gefragt, warum es eigentlich keine Pralinen mit leckerem Schnaps gibt. Ernsthaft, Mon Chérie geht echt mal gar nicht. Ich hatte also die Idee Schokolade mit leckerem Schnaps zusammenzubringen, weil die Kombi generell ziemlich gut ist 🙂

Dann wurde ich jedoch schwanger und die Testphase musste verschoben werden. Diese Woche ist eine sehr gute Freundin 30 geworden und ich dachte jetzt ist der Zeitpunkt es auszuprobieren. Und obwohl Carla hier die Rezepte-Expertin ist, werde ich nun das Geheimnis lüften.

Zutaten:

  • 12 Kugeln Raffaello
  • 300ml Milch
  • 200ml Sahne
  • 60g Zucker
  • 200ml Schnaps

Ich habe die Raffaellos ausgepackt, in der Milch etwas einweichen lassen und dann in den Mixer gesteckt. Zucker, Sahne und den Schnaps habe ich nachher kurz untergerührt. Ich habe Parliament Wodka verwendet. Den hatten wir noch zu Hause und ich dachte wegen der Milchbearbeitung passt er geschmacklich gut zu dem Rest. Ich kann mir aber auch Malibu oder 43er gut vorstellen. Nehmt einfach das, was ihr noch zu Hause habt.

Trotz langem Mixen haben sich die Kokosflocken und Mandeln nicht ganz verflüssigt. Ich habe die ganze Masse also erstmal gesiebt.

Die Pralinenhohlkörper in Zartbitter und weißer Schokolade habe ich fertig gekauft.

Fürs Befüllen habe ich eine Spritze genommen und zuerst etwa 2-3ml von der Flüssigkeit in jede Praline gegeben. Anschließend hab ich sie mit der Kokos-Mandel-Masse gefüllt. Einige leider etwas zu voll, so dass die Kuvertüre, die die Pralinen schließen soll, übergelaufen ist. Aber halb so wild. Eine extra Portion Schoko kann schließlich nie schaden.

Ab in den Kühlschrank und fertig!
Da auf der Party auch Veganer anwesend sein werden, habe ich auch eine vegane Alternative vorbereitet.

Zutaten für ca. 1 Liter Kokos-Mandel-Schnaps:

  • 500ml Mandelmilch
  • 200ml vegane Schlagsahne
  • 150-200g Zucker
  • 75g Kokosraspeln
  • 75g Mandeln
  • 200ml Schnaps

Ich dachte Mandelmilch passt besonders gut zum Schnaps. Inzwischen würde ich zu Reis-Kokos-Milch tendieren, denn mit der Mandelmilch benötigt man ziemlich viel Zucker, um es schmackhaft zu machen. Ich werde es mal mit der anderen Milch testen. Die Zubereitung ist wie beim Schnaps oben.

Mandeln und Kokos in der Milchalternative einweichen lassen und lange mixen. Dann den Rest hinzufügen und beim Zucker immer wieder mal zwischendurch abschmecken. Ab in den Kühlschrank und fertig.

Die Pralinen müsste man aus veganer Schokolade selber machen. Mal sehen, ob ich das mal versuche. Dann folgt vielleicht tatsächlich noch ein zweites Rezept von mir.