Shampootest: Haarseife

Vor etwa drei Wochen bin ich endlich an einem Lush vorbeigekommen und habe mir die Haarseife mitgenommen. Die Auswahl war ziemlich groß und ich dementsprechend überfordert. Eine freundliche Mitarbeiterin hat mir dann ihre Lieblings-Haarseife empfohlen, eine fruchtige Variante, die reinigt (praktisch für Shampoo 🙂 ) und etwas Glanz ins Haar bringt. Ich hatte nur den Wunsch, dass die Seife nicht zu sehr fettet und man sie jeden Tag verwenden können muss, da ich meine Haare täglich wasche. An der Kasse habe ich mir noch Tipps geholt, wie ich die Seife am besten auftrage. Eine Mitarbeiterin meinte, bei ihr klappt es besser, wenn sie die Seife in der Hand reibt und dann in die Haare gibt. Die andere Mitarbeiterin sagte, dass sie einfach mit der Seife durchs Haar fährt. Das erschien mir einfacher, also hab ich diese Variante getestet und bei mir funktioniert es super. Beim ersten Versuch habe ich viel zu oft (ca. 5x) über die Haare gestrichen. Man merkt dabei ja nicht, wie viel auf den Haaren bleibt. Das Ergebnis war ein riesiger Schaumberg auf meinem Kopf. Inzwischen nach ca. 3 Wochen, habe ich die richtige Dosierung raus. Ich habe ja relativ kurze und dünne Haare, so dass es bei mir reicht zwei-dreimal durchs Haar zu gehen. Der Verbrauch ist demnach super gering. Ich habe bei Lush eine Metallbox dazugekauft, in der ich die Seife aufbewahre. Anfangs war das Stück zu groß, um in die Box zu passen. Nun nach über drei Wochen geht sie grade rein. Ich schätze mal, dass die Seife bei mir mindestens drei Monate halten wird.

Mit dem Ergebnis bin ich super zufrieden. Meine Haare sind nie fettig oder strähnig gewesen. Sie gefallen mir offen im Moment sehr gut. Nach dem Waschen sind sie etwas stumpf, das habe ich allerdings auch bei Shampoo. Ich verwende für die bessere Kämmbarkeit ein Hitzespray vom Friseur. Leide habe ich hier noch keine gute Alternative gefunden. Wenn ihr eine Idee habt, immer her damit.

Ich denke ich werde bei der Haarseife bleiben. Sie riecht gut, die Anwendung ist sehr einfach und ich produziere keinen Müll. Und es gibt noch so viele Sorten, die ich gerne ausprobieren möchte.

Was sind eure Erfahrungen mit Haarseife?

Sanfte Pflege für Babys Po

Anfangs hatte unsere Tochter häufig einen wunden Popo, wie wahrscheinlich die meisten Babys. Ich habe mich mit Wundschutzcremes aus der Drogerie eingedeckt und einige haben auch wirklich gut geholfen. Ich hätte einfach so weitergemacht, wäre ich in der Apotheke meines Vertrauens nicht darauf aufmerksam gemacht worden, dass die meisten Cremes aus der Drogerie Paraffinöl enthalten und man dies tunlichst vermeiden sollte.

Paraffin entsteht bei der Verarbeitung von Erdöl. Es wird als Grundstoff für Kosmetik (als Vaseline) verwendet. Wenn das Paraffin strenge Qualitätsstandards erfüllt, gilt es als gesundheitlich unbedenklich, jedoch gehen die Expertenmeinungen auseinander. Da Paraffin das Durchdringen von Wasser verhindert, fördert es das Austrocknen der Haut und verhindert ihre Atmung. Naturkosmetikfirmen verzichten daher auf Paraffin. 

Es wird dem Baby also wahrscheinlich nicht schaden, wenn es mit Paraffin in Kontakt kommt, allerdings ist es einfach darauf zu verzichten, also warum sollte man nicht einfach auf natürliche Produkte zurückgreifen. 

Ich verwende nun eine Beinwellsalbe und wenn es mal besonders schlimm wird, nehme ich zusätzlich Heilwolle. Sollten die Wunden bereits offen sein, würde ich empfehlen die Heilwolle in eine Kompresse zu wickeln, da verschiedene Hersteller unterschiedliche Empfehlungen geben. Am besten ihr richtet euch danach, was auf der Verpackung steht. 

Die Beinwellsalbe beinhaltet:

  • Johanniskraut in Olivenöl
  • Ringelblumen in Mandelöl
  • Bienenwachs
  • Sheabutter 
  • Wollwachs
  • Beinwelltinktur
  • Propolistinktur

Bestellen könnt ihr die Salbe bei der Bahnhof Apotheke Kempten Allgäu

Ich habe wirklich sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Zum Arzt mussten wir wegen eines wunden Po’s nie. Wir haben es immer schnell alleine wieder in den Griff bekommen.

Shampootest: Mein Fazit

Zwei Wochen lang hab ich jetzt vier verschiedene Shampoos getestet. Gestartet habe ich erst, weil ich das Gefühl hatte, meine Haare würden schneller nachfetten und die kleinen Härchen mehr abstehen. Ich hatte befürchtet, dass das Plastik in den herkömmlichen Shampoos dazu führt, dass unsere Haare besser aussehen. Doch ich kann ganz klar sagen, dass ich jetzt nach dem Test sehr zufrieden bin. 

Hier geht es zu meinem ursprünglichen Artikel „Haare auf Plastikentzug„. 

Nachdem ich drei Tage hintereinander das Sante Bio-Mango und Aloe verwendet hatte, viel mir auf, dass meine Haare nach kurzer Zeit strähnig wurden und sie irgendwie strohig und platt waren. Der Geruch des Shampoos ist super und im Urlaub war ich damit auch total zufrieden, aber zu Hause hat es nicht mehr funktioniert mit uns. 

Als nächstes habe ich von Alverde Bio-Mandel/Bio-Argan getestet. Große Liebe. Vor ein paar Jahren war ich mit Alverde unzufrieden gewesen und deswegen habe ich nicht viel erwartet, aber meine Haare haben mir in der Zeit sehr gefallen. Ich habe sie nur noch offen getragen und nie das Bedürfnis gehabt einen Zopf zu machen. Selbst abends waren sie noch top ohne ständiges Haarekämmen tagsüber. 

Nach vier Tagen bin ich dann aufs nächste Shampoo umgestiegen. Weleda Hafer-Aufbaushampoo. Es riecht ganz ok, aber fühlt sich beim Duschen nicht so toll an. Die Haare waren stumpf und ich hatte das Bedürfnis eine Spülung oder ne Kur oder ähnliches zu nehmen. Habe ich aber natürlich nicht, um den Test nicht zu manipulieren. Die Kämmbarkeit nach dem Waschen war trotzdem vergleichbar mit den anderen Shampoos und nach dem Föhnen waren die Haare auch nicht mehr stumpf. Das Duscherlebnis war damit also nicht so toll, das Endergebnis aber ok. Lediglich nach ein paar Tagen, hatte ich wieder das Gefühl, dass die Haare etwas strohiger wurden. 

Wieder vier Tage später bin ich auf ein Shampoo von lavera umgestiegen. Das Feuchtigkeit und Pflege-Shampoo verspricht, dass es schäumt, wirkt und duftet und das stimmt. Als einziges Shampoo eigentlich hat es richtig geschäumt. Für mich ist das kein Kriterium, mir ist es egal, ob ein Shampoo schäumt, aber das Versprechen wird eingehalten. Der Geruch ist auch angenehm und das wichtigste, es wirkt, bei mir zumindest ganz gut. Ganz ehrlich, ich hätte mir dieses Shampoo niemals gekauft. Guckt euch mal die Verpackung an. Ich bekenne mich dazu ein Marketingopfer zu sein und diese Verpackung spricht mich wirklich null an. Wenn nicht Naturkosmetik draufstehen würde, hätte ich auf Discounter getippt. 

Naja, wenn man sich die Shampoos ansieht, weiß man schon, warum ich als erstes das Sante zu Hause hatte. Mir ist natürlich klar, dass es darauf nicht ankommt, aber wenn ich ohne konkrete Vorstellung in die Drogerie gehe, nehme ich das Produkt mit, was mich am meisten anspricht und optisch war das auf jeden Fall Sante. 

Ich habe das Sante Shampoo jetzt nochmal ein paar Tage verwendet und es war schon besser, aber hat immernoch nicht so überzeugt, wie die anderen. Etwas scheinen sich meine Haare aber schon umgewöhnt zu haben. Der Entzug ist over. Jippieh! 

Hier meine Bestenliste:

  1. Alverde
  2. lavera
  3. Weleda
  4. Sante

Wenn ich das nächste Mal an einem Lush vorbeikomme, werde ich mal die Haarseife zum testen mitnehmen. 

Bund.net Einkaufsratgeber zu Mikroplastik

Es ist so schwierig den Überblick zu behalten und auch wahnsinnig aufwändig die Inhaltsstoffe jedes Produkts zu durchsuchen. Einkaufsratgeber, wie der von Bund.net, sind da besonders hilfreich. Der Einkaufsratgeber zum Thema Mikroplastik ist von Februar 2017, also noch ziemlich aktuell. Schaut mal, ob eure Produkte auch dabei sind. Mikroplastik – Die unsichtbare Gefahr – Der […]

Haare auf Plastik Entzug

Ich hatte nie ein Lieblingsshampoo. Hab gerne alles mögliche ausprobiert und ständig gewechselt. Der Umstieg auf Naturkosmetik ist für mich also kein großes Ding. Ich habe derzeit ein Shampoo von Sante und aber auch noch eins von Balea, das ich aufbrauchen möchte. Morgens im Halbschlaf, hab ich einfach immer nach irgendeinem gegriffen und so ist es nie vorgekommen, dass ich das Sante über einen längeren Zeitraum hintereinander benutzt habe. Zu Hause nicht. Im Urlaub schon. Dort hatte ich natürlich nur ein Shampoo mit und zwar das von Sante. Ich hatte überhaupt keine Probleme damit. Nie fettige, strähnige Haare. Mag sein, dass ich häufiger einen Zopf hatte und die Wasserbeschaffenheit war sicher auch eine andere. In den letzten drei Tagen habe ich bewusst nur zum Sante Shampoo gegriffen. Am Wochenende habe ich mit Freunden zusammengesessen und die haben alle berichtet, dass sie Probleme mit Shampoo von Naturkosmetikmarken haben. Ich war mir sicher, dass es bei mir nicht so ist. Doch jetzt, nach drei Tagen, habe ich schon wenn ich im Büro ankomme strähnige, dünne Haare ohne jegliches Volumen. In den Längen zumindest. Die nachwachsenden kürzeren Haare am Ansatz, stehen ab als würde sie etwas nach oben ziehen. Bäm. Da ist der Dämpfer. Was ist, wenn das Plastik in den anderen Shampoos unsere Haare schön aussehen lässt? Gewöhnen sich meine Haare um? Machen sie grade einen Entzug durch? So sehen sie aus. Mich veranlasst das Ganze zu einem Test. Mein Mann wird morgen in die Drogerie geschickt und darf verschiedene Naturkosmetik-Shampoos kaufen. Und dann wird getestet. Hoffentlich müssen meine Kollegen den traurigen Anblick meiner lustlosen Haare dann nicht mehr lange ertragen. 

Benutze ich Kosmetik mit Plastik?

Diese Frage habe ich mir gestellt und habe das Bad unter die Lupe genommen. Greenpeace hat eine Liste mit gängigen Kunststoffen veröffentlicht, die sehr hilfreich bei meiner Inspektion war.

Tatsächlich habe ich einige Produkte gefunden und zu meiner Überraschung waren sie alle von Nivea. Mein Bild von Nivea war vorher ein anderes. Ich habe die Produkte immer mit einem guten Gewissen gekauft und dachte für den, im Vergleich zu Hausmarken, teureren Preis, bekomme ich ein vernünftiges Produkt. Falsch gedacht. Alle Produkte von Balea, der Hausmarke von dm, die bei mir im Einsatz sind, waren kunststofffrei. Der höhere Preis ist also leider kein Kriterium für ein umweltbewussteres Produkt. Was ich daraus gelernt habe? Ich kaufe Naturkosmetik. Da bin ich auch sicher, dass die Hersteller keine Tierversuche gemacht haben. Und wenn ich doch mal ein anderes Produkt kaufen möchte, schaue ich auf die Inhaltsstoffe. Greenpeace hat einen Merkzettel im Visitenkartenformat herausgebracht, den ich sehr praktisch finde. Die Liste kann ich mir nämlich unmöglich merken.

Dies sind die Inhaltsstoffe, auf die wir laut Greenpeace verzichten sollten:

  • Acrylate Copolymer (AC)
  • Acrylate Crosspolymer (ACS)
  • Dimethiconol
  • Methicone
  • Polyamide (PA, Nylon)
  • Polyacrylate (PA)
  • Polymethyl methacrylate (PMMA)
  • Polyquaternium
  • Polyethylene (PE)
  • Polyethylene glycol (PEG)
  • Polyethylene terephthalate (PET)
  • Polypropylene (PP)
  • Polypropylene glycol (PPG)
  • Polystyrene (PS)
  • Polyurethane (PUR)
  • Siloxane
  • Silsesquioxane

Die Visitenkarte könnt ihr euch hier herunterladen.

Ich werde erstmal auf Nivea-Produkte verzichten bis sie etwas an ihrer Einstellung zu unserer Umwelt ändern und ihre Marktmacht nutzen, um Mikroplastik aus der Kosmetik zu verbannen.