Innovative Firmen, Teil 3: Faire Kohle

Jetzt wo die Grillsaison auf Hochtour läuft (na gut, wenn es wieder aufhört zu regnen), möchte ich eine Firma vorstellen, die, wie der Name schon sagt, faire Kohle herstellt. Danke, Mattes, für den tollen Tipp.


Faire Kohle stellt Kohle aus der Schale der Kokosnuss her. Im Jahr 2012 zerstörte ein Typhoon große Teile der Infrastruktur der Region Davao auf den Philippinen und Kleinbauern verloren ihre Lebensgrundlage, nämlich ihre Ernte. Damit sie unabhängiger von der Ernte sein konnten, wurde ein Produkt entwickelt, dass aus der Schale der Kokosnuss hergestellt werden kann, die Kohle.

Ein Vorteie für die Umwelt ist, dass es ein CO2 neutraler Rohstoff ist und auch nach dem Transport, die CO2-Bilanz noch besser als bei normaler Grillkohle ist. Außerdem wird ein neues Produkt aus einem Abfallprodukt gewonnen. Kinderarbeit schließt das Unternehmen nach eigener Kontrolle aus.

Die faire Kohle aus Kokosnussschale hat aber auch noch weitere Vorteile gegenüber normaler Grillkohle:

  • hohe und konstante Brenntemperatur
  • hält die Hitze länger
  • es wird weniger Kohle gebraucht
  • verbrennt schadstoff- und geruchsarm
  • geringe Rauchentwicklung
  • wenig Asche


Die Faire Kohle GmbH wird übrigens von der Arbeitsgemeinschaft evangelischer Jugend (AEJ) und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Nordrhein-Westfalen geführt.

Mich hat es überrascht und ich finde es super, dass die kirchlichen Verbände Startups (und nicht nur Projekte) gründen bzw. finanziell und auch mit ihren Netzwerken fördern.

Na, wer möchte die Kohle jetzt mal ausprobieren? Ich wäre schon gespannt.

Bilder Copyright: Faire Kohle GmbH

Innovative Firmen, Teil 2: Fairphone

Ihr fragt euch wieso es ein faires Telefon geben muss? Na weil Apple, Samsung & Co eben leider nicht fair agieren. Fairphone ist das erste ethisch korrekte Smartphone.

Das Fairphone kann technisch mit den oben genannten Herstellern mithalten, es ist modular aufgebaut  und es ist gemacht um zu bleiben. iPhone &Co gehen gerne nach wenigen Jahren kaputt oder werden nicht mehr mit neuer Software ausgestattet, was fast den gleichen Effekt hat. Das Fairphone hat ein robustes Design und wenn es dann doch irgendwann mal den Geist aufgibt, wird erstmal versucht, es wieder zum Laufen zu bringen. Mit Hilfe von Ersatzteilen und Reparatur-Tutorials. Wenn nichts mehr hilft, nimmt Fairphone das alte Gerät zurück und recycelt alles, was recycelt werden kann. Das neue Fairphone (Fairphone 2) wird so gebaut, dass es fürs Recycling einfach auseinandergebaut werden kann. Die Trennung der verschiedenen Materialien ist für ein gutes Recycling unabdingbar.

Fairphone verwendet nur fair gehandelte Materialien und achtet auf gute Arbeitsbedingungen. Das blaue Engel Siegel bestätigt noch dazu, dass es recyclinggerecht ist.

Ich bin ja leider ein Apple Fan, deswegen weiß ich nicht, ob ich umsteigen werde, aber für alle Android-Nutzer ist das Fairphone eine tolle Alternative. Es läuft ebenfalls unter Android, hat sogar zwei SIM Steckplätze (für Arbeit und privat oder In- und Ausland), erweiterbaren Speicher und einen austauschbaren Akku. Auch Display, Kamera, Lautsprecher, Vibrationsmotor, Blitz, Button und alles mögliche andere kann ausgetauscht werden und das zu sehr moderaten Preisen.

Das Fairphone 2 selber kostet 520€ und kann derzeit für eine Lieferung im Oktober vorbestellt werden.
Wenn ihr also auf der Suche nach einem neuen Handy seid, dann schaut euch unbedingt das Fairphone an!
(Foto: Fairphone)

Innovative Firmen, Teil 1: Jaus’n Wrap

Müll vermeiden in der Küche ist gar nicht so einfach. Zu oft benutzen wir Alu- und Frischhaltefolie. Und auch Plastikbehälter wollen irgendwann entsorgt werden. Eine Familie aus Österreich hat aufgrund ihrer Erfahrungen mit Bienenwachs eine wiederverwendbare Alternative entwickeln können. Den Jaus’n Wrap.

Der Jaus’n Wrap ist ein wachs- und hartgetränktes Bienenwachstuch. Die Rohstoffe sind Bio-Baumwolle, Bienenwachs aus kontrolliert biologischer Imkerei, Baumharz und Bio-Jojobaöl.

Das Tuch kann um alle mögliche Speisen gewickelt und auch im Kühlschrank aufbewahrt werden. Durch die Wärme der Hände wird das Tuch geschmeidiger und haftet zusammen.

Wer den handgemachten Jaus’n Wrap ausprobieren möchte, kann ihn hier bestellen. Es gibt drei verschiedene Größen und zusätzlich ein Tuch speziell für Brot.

Bild: Jaus’n Wrap